27. Januar

So gedenkt Berlin der Opfer des Nationalsozialismus

Seit 1996 wird am 27. Januar auf Anregung des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog in Deutschland der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Auch in Berlin gibt es Gedenkveranstaltungen.

Foto: THOMAS PETER / REUTERS

Am 27. Januar 1945 haben Soldaten der Sowjetarmee die Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz befreit. Auschwitz steht symbolhaft für den Völkermord und die Millionen Menschen, die vom Nazi-Regime verfolgt und umgebracht wurden.

Seit 1996 wird auf Anregung des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog an diesem Tag in Deutschland der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Im Jahr 2005 riefen zudem die Vereinten Nationen den 27. Januar zum internationalen Holocaust-Gedenktag aus.

Auch in Berlin gibt es an diesem Montag Gedenkveranstaltungen (Auswahl):

10 Uhr: Das Deutsche Historische Museum bietet ein Sonderprogramm bei freiem Eintritt an. Im Zeughauskino wird von 10 Uhr an die Dokumentation „Shoah“ des Franzosen Claude Lanzmann gezeigt. Die Produktion gilt als ein Meilenstein in der filmischen Auseinandersetzung mit dem Holocaust.

14 Uhr: In einer Feierstunde erinnert der Bundestag an die Nazi-Opfer.

16 Uhr: Die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und der Lesben- und Schwulenverband wollen am Denkmal für die verfolgten Homosexuellen im Tiergarten gegen Diskriminierung und Ausgrenzung ein Zeichen setzen.

15 und 17.30 Uhr: Gedenkrundgang und Kuratorenführung durch den Ort der Information am Holocaust-Mahnmal.

18 Uhr: „Die Juden in Polen. Dokumente zu Verfolgung und Widerstand 1941–1945« – Lesung und Buchpräsentation.