Ermittlungen

Bei Aldi gefundenes Kokain sollte nach England

Die in Bananenkisten versteckten 140 Kilogramm Kokain waren ursprünglich für Großbritannien bestimmt. Doch ungünstige Witterungsverhältnisse auf dem Atlantik verhinderten das.

Ermittler von Landeskriminalamt und Zoll in Berlin-Tempelhof haben jetzt herausgefunden, dass die zu Beginn vergangener Woche in Aldi-Märkten entdeckte riesige Kokainmenge ursprünglich für Großbritannien bestimmt war.

Ungünstige Witterungsverhältnisse auf dem Atlantik hätten letztlich erst dazu geführt, dass die in Bananenkartons versteckten 140 Kilogramm Kokain nach Deutschland gelangt sind.

Das Containerschiff „Maersk Niteroi“ habe den Zielhafen Rotterdam von Kolumbien aus mit sechs Tagen Verspätung erreicht, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Das Schiff mit dem präparierten Container mit 1150 Kartons Bananen fuhr nach Hamburg weiter, wo ein Großimporteur die in Rotterdam verschmähte Ware kaufte.

Mutmaßlich britische Drogenhändler hatten damit das Nachsehen. Das Rauschgift im Wert von sechs Millionen Euro war am 6. Januar 2014 in vier Berliner Aldi-Filialen und einem Aldi-Markt in Velten (Oberhavel) entdeckt worden.