Dem aus dem Uni-Klinikum in Halle geflohenen Häftling ist am Montag bereits zum zweiten Mal binnen weniger Wochen auf ähnliche Weise die Flucht gelungen.

Wie im aktuellen Fall war der 32 Jahre alte, verurteilte Vergewaltiger Ende Dezember in Berlin für eine Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht worden. Auf dem Weg zum Auto konnte er mit Handschellen und trotz Begleitung von drei Bewachern fliehen. Medienberichten zufolge klagte der 32-Jährige in beiden Fällen über Bauchschmerzen, bevor er ins Krankenhaus gebracht wurde.

Einen Tag nach seiner Berliner Flucht war der Mann, der erst seit November eine dreijährige Haftstrafe verbüßt, an einem Flughafen in Amsterdam gestellt worden. Den Medienberichten zufolge wollen die Behörden auch prüfen, ob die Justizmitarbeiter in Halle die Vorgeschichte des 32-Jährigen kannten.

Nach seiner Flucht am Montagabend gab es zu dem Häftling am Mittwoch noch keine heiße Spur. Bisher seien kaum Zeugenhinweise auf einen möglichen Aufenthaltsort eingegangen, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch in Halle.

Der Mann war nach Angaben des Justizministeriums wegen einer Verlegung in die JVA Berlin-Tegel am Montag nur für einen Tag in Sachsen-Anhalt. Am Abend klagte er über gesundheitliche Probleme und kam deshalb zur Untersuchung in die Uni-Klinik. Dort konnte sich der Mann von seiner Fußfessel befreien und fliehen – den Angaben zufolge barfuß.

dpa/alu