Der bei einem Verkehrsunfall nahe der Märkischen Spitze in Biesdorf schwer verletzte Autofahrer befand sich nach Angaben einer Polizeisprecherin auf der Flucht.
Wie berichtet, war der Mann am Dienstagabend gegen 17.30 Uhr auf der Luise-Zietz-Straße in Richtung Kulmseestraße unterwegs, als er aus bisher ungeklärter Ursache den Schutzzaun des Bahngeländes mit seinem Auto durchbrach.
Das Zaunfeld hat offenbar wie eine Sprungschanze gewirkt und den Kleinwagen mehr als 100 Meter durch die Luft katapultiert. Dabei hat er mehrere Gleisanlagen überflogen und ist im Gebüsch neben einem Fernbahngleis zum Stehen gekommen. Laut Zeugenaussagen sei der Mann deutlich zu schnell unterwegs gewesen.
Ermittlungen ergaben, dass der Mann zuvor bereits in zwei Unfälle verwickelt war und sich auf der Flucht befand. Nach Aussage der Polizei wurden bei diesen beiden Unfällen keine Menschen verletzt.
Unfallfahrer ins künstliche Koma versetzt
Die Unfallflucht endete zwischen den Gleisen der S-Bahn sowie den Ferngleisen. Dort kam das Auto zum Stehen und ging in Flammen auf. Der 57 Jahre alte Fahrer erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Er konnte sich aber noch schwer verletzt aus seinem Fahrzeug befreien.
Rettungskräfte der Feuerwehr brachten ihn mit schweren Brandverletzungen in das Unfallkrankenhaus Berlin in Marzahn (UKB). Laut Informationen der Berliner Morgenpost erlitt der Fahrer schwere Brandverletzungen zweiten und dritten Grades, Wirbelbrüche und einen Beckenbruch. Nach Aussagen der Sprecherin des UKB wurde der Mann in ein künstliches Koma versetzt. Es bestehe Lebensgefahr.
Der S-Bahn-Verkehr war wegen der Bergungs- und Reparaturarbeiten erheblich beeinträchtigt.
Der Fahrer des Wagens, Roland G., soll aus dem Wohngebiet stammen. An der Unfallstelle finden sich Anwohner ein.
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