Baustelle

Berliner Ring im Norden wird sechsspurig ausgebaut

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Thomas Fülling

Foto: abu; cse,abu; cse / picture alliance / ZB

Gute Nachrichten für Autofahrer: Der sechsspurige Ausbau des nördlichen Rings läuft nach Plan. Große Teile des ersten Abschnitts sind betoniert. Trotzdem werden am Wochenende zwei Straßen gesperrt.

Dank des bislang milden Winters und einer ausgelobten Zielprämie für die Baufirmen kommen die Arbeiten zum Ausbau des nördlichen Berliner Autobahnrings (A 10) gut voran. Große Teile des ersten Bauabschnitts – er umfasst die südliche Richtungsfahrbahn und vier neue Brücken – sind betoniert, teilte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung am Dienstag mit. So ist der neue Damm für die Südfahrbahn auf 1,6 Kilometer Länge aufgeschüttet und mit einer Asphaltschicht versehen. „Wir liegen sehr gut im Plan“, sagte Daniela Augenstein, Sprecherin der Senatsverwaltung.

Am weitesten fortgeschritten ist der Neubau der Brücke über der Schönerlinder Straße. Am Wochenende kann die Schalung für die Fundamente und Widerlager abgebaut werden. Dafür muss die Schönerlinder Straße von Sonnabend, 8 Uhr, bis Sonntag, 24 Uhr, voll gesperrt werden. Der Autoverkehr wird über Berlin-Buch umgeleitet. Schon am Wochenende darauf wird die Karower Chaussee gesperrt. Dort wird ein Traggerüst für eine neue Autobahnbrücke errichtet. Betroffen von den Einschränkungen ist dann auch der Busverkehr der BVG. Die Busse der Linien 150, 158 und N58 fahren dort vom 18. Januar, 18 Uhr, bis 19. Januar, 10 Uhr, nicht.

A 10 wird im Berliner Norden sechsspurig ausgebaut

Der insgesamt nur fünf Kilometer lange Berliner Abschnitt der A 10 soll bis September 2015 sechsspurig ausgebaut werden. Im Zuge der Arbeiten müssen acht Brücken erneuert und verbreitert sowie eine Regenwasserbehandlungsanlage gebaut werden. Die Anwohner sollen mit zwei bis zu zwei Kilometer langen Betonwänden vor Lärm geschützt werden. Die Kosten von 64,4 Millionen Euro werden vom Bund als Eigentümer des Autobahnnetzes getragen.

Zur Beschleunigung der Arbeiten hat der Senat wie schon bei der Avus-Sanierung eine sogenannte Bonus-Malus-Regelung vereinbart. Demnach bekommt das beauftragte Bauunternehmen, die Firma Matthäi aus dem brandenburgischen Velten, für jeden Tag einer vorzeitigen Fertigstellung einen Bonus von 2500 Euro. Für den Fall, dass Arbeiten länger als geplant dauern, muss das Unternehmen mit einem Strafabzug in Höhe von 5000 Euro pro Tag rechnen. Bei der Avus war dieses Konzept voll aufgegangen, die umfangreichen Sanierungsarbeiten an der A 115 konnten ein Jahr früher als ursprünglich geplant abgeschlossen werden.