Rückblick 2013

Bushido zum „peinlichsten Berliner des Jahres“ gewählt

Seit 13 Jahren kürt das Stadtmagazin „tip“ die 100 peinlichsten Berliner. Wer es auf die Liste schafft, kann sich zumindest sicher sein, dass er in der Hauptstadt im Gespräch ist.

Foto: Paul Zinken / dpa

Schmach oder Ehre? Seit 13 Jahren kürt das Stadtmagazin „tip“ die 100 peinlichsten Berliner. Wer es auf die Liste schafft, kann sich zumindest sicher sein, dass er in der Hauptstadt im Gespräch ist.

Im vergangenen Jahr führte der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit das Ranking an. Trotz Olympia-Ambitionen und erneutem BER-Aufsichtsratsvorsitz ist er 2014 von gleich acht Berlinern überholt worden.

Allen voran Rapper Bushido. Dieser habe „sich 2013 mit gewaltverherrlichenden Texten auf Schulhof-Niveau hervorgetan, die dem 35 Jahre alten Familienvater aus Kleinmachnow wenig zu Gesicht stehen“, so die Begründung des Magazins für die Vergabe des ersten Platzes.

Dicht auf Bushido folgt Bernhard Blaszkiewitz auf Platz zwei. Der scheidende Zoo- und Tierparkdirektor, „der Mitarbeiterinnen intern gerne mal als ‚Zuchtstuten‘ bezeichnete“, habe den Tierpark durch den von ihm geplanten Umzug ins Schloss Friedrichsfelde um immense Summen gebracht, die sonst durch Event-Verpachtungen eingenommen werden.

Platz drei belegt als einzige Frau in den Top Ten Cindy aus Marzahn „für ihre missglückte Co-Moderation von ‚Big Brother‘ an der Seite von Karriere-Sargnagel Oliver Pocher“.

Neben in dieser Liste bekannten Namen wie Hartmut Mehdorn, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, und „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann landet in diesem Jahr auch CDU-Staatsminister Eckart von Klaeden auf Platz sieben unter den peinlichsten Berlinern, „dank seines unverfrorenen, fliegenden Wechsels von der Politik zum Lobbyismus“. Ebenfalls dabei: Moderatorin Carmen Nebel (Platz 24), Comedian Mario Barth (Platz 26) und seine Kollegen Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf (Platz 94). „Arm ist Berlin nicht – zumindest nicht an Peinlichkeiten seiner Bewohner“, lautet das Fazit des „tip“.

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