Der Countdown läuft, in Berlin haben die Vorbereitungen für die größte Party des Jahres begonnen. Bereits seit Donnerstagmorgen sind mehrere Straßen im Bereich des Tiergartens sowie der Straße Unter den Linden gesperrt. Betroffen sind die Straße des 17. Juni zwischen dem Großen Stern und dem Brandenburger Tor, die Yitzhak-Rabin-Straße sowie die Ebertstraße zwischen Behrenstraße und Scheidemannstraße. Dort erfolgen die Aufbauten für die Silvesterparty „Berlin Welcome 2014“ . Unter anderem wird ein Sicherheitszaun zum Schutz des Tiergartens aufgestellt.
Die Polizei empfiehlt, den Bereich möglichst weiträumig zu umfahren oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Am Silvestertag selbst werden dann ab Mittag auch noch der Pariser Platz, die John-Foster-Dulles-Allee und die Dorotheenstraße zwischen Spreeweg/Paulstraße und Wilhelmstraße für den Autoverkehr voll gesperrt sein. Wegen anschließender Aufräumarbeiten kann das Areal bis 2. Januar, 24 Uhr, nicht von Autos passiert werden. Die John-Foster-Dulles-Allee und die Dorotheenstraße sollen aber bereits am 1. Januar ab 12 Uhr wieder geöffnet sein
Die Straße des 17. Juni bleibt im Abschnitt zwischen Yitzhak-Rabin-Straße und Ebertstraße allerdings noch erheblich länger gesperrt – voraussichtlich bis zum 23. Januar. Dort beginnen unmittelbar nach Silvester die Vorbereitungen für die nächste Fashion Week. Auf Shows und bei zahlreichen Events wollen Designer und Labels vom 14. bis 19. Januar in Berlin die neuen Modetrends und Innovationen präsentieren.
Auf der inzwischen bereits zum 19. Mal veranstalteten Silvesterfeier am Brandenburger Tor werden zum Jahreswechsel wieder bis zu einer Million Gäste aus der ganzen Welt erwartet. Sie können sich auf eine Party der Superlative freuen: 260 nationale und internationale Künstler wollen auf mehreren Bühnen auftreten, zudem haben die Veranstalter von „Berlin Welcome 2014“ ein mindestens elfminütiges Feuerwerk angekündigt, mit dem lautstark und farbenprächtig das neue Jahr begrüßt wird. Insgesamt 6000 Feuerwerkskörper sollen dafür gezündet werden. Der Eintritt für das Spektakel inklusive vieler Liveacts und der Bühnenshow ist wie schon in den Jahren zuvor kostenlos. Auf das 80.000 Quadratmeter große Festgelände dürfen die Besucher aus Sicherheitsgründen keine eigenen Glasflaschen, Silvesterraketen und Böller mitbringen.
Berlin zählt in Europa inzwischen zu den beliebtesten Zielen über den Jahreswechsel: Im vergangenen Jahr waren rund zwei Millionen Menschen aus aller Welt angereist, um Silvester in der deutschen Hauptstadt zu verbringen. Rund 13 Prozent der europaweiten Hotelanfragen gingen damals an Berlin. Viele Touristen würden nur wegen der Feier am Brandenburger Tor nach Berlin kommen, sagte Veranstalter Willy Kausch. „Und wir wollen 2013 eine besonders tolle Party auf die Beine stellen, damit wir nächstes Jahr verdient Jubiläum feiern können“, kündigte er an.
Die Partymeile öffnet bereits am Montag, 30. Dezember, und bietet, neben einem kleinen Unterhaltungsprogramm, ab 14 Uhr auch die Möglichkeit, zahlreiche Musikproben zu erleben. Am Silvestertag geht es um 19 Uhr los. Ab 21.45 Uhr überträgt dann das ZDF vom Brandenburger Tor. Showmaster der Sendung „Willkommen 2014“ sind die Berlinerin Andrea Kiewel und ihr Kollege Alexander Mazza. Auf der ZDF-Bühne werden Stars wie Adel Tawil, Matthias Reim, Heino, Santiano, Frida Gold, Scooter, das Trans Sibirian Orchestra und viele weitere Bands für Stimmung sorgen. Höhepunkt wird das elfminütige Höhenfeuerwerk um Mitternacht sein. Danach wird zu den Klängen von bekannten DJs wie Sherman Noir & The Highway Surfers ins neue Jahr getanzt. Essen und Getränke werden in Großzelten und an Ständen, die sich über das gesamte Gelände verteilen, verkauft.
Das Mega-Spektakel wird weitgehend von Sponsoren finanziert – ohne die wäre die Party „nicht zu stemmen“, sagte Kausch. Obwohl die Feier der Hauptstadt zum Ende des Jahres noch einmal einen Touristen-Boom verschafft, müsste der Veranstalter die allgemein gültige Flächennutzungsgebühr an die Stadt zahlen. Auch die Kosten für Sicherheitsmitarbeiter sowie für Strom und Reinigung in Höhe von fünfstelligen Beträgen würden komplett von den Sponsoren übernommen, so der Veranstalter. Allein 100.000 Euro kostet beispielsweise der Zaun um den Tiergarten. Bei Veranstaltungen mit mehr als 100.000 Besuchern ist das Pflicht für den jeweiligen Organistaor.





