Der Dachstuhl der Villa des Rappers Bushido in Kleinmachnow bei Potsdam ist durch einen Brand schwer beschädigt worden. Die Ursache war zunächst unbekannt, wie die Polizei in Potsdam mitteilte. Inzwischen geht sie von Brandstiftung aus. Einen konkreten Verdacht gibt es bislang nicht.
Verletzt wurde bei dem Feuer in der Nacht zum Mittwoch niemand – das denkmalgeschützte Gebäude wird derzeit umgebaut und ist noch nicht bewohnt.
Ein Passant habe den Brand in dem Haus in der Gemeinde Kleinmachnow kurz vor Mitternacht am späten Dienstagabend gemeldet. „Um 1.30 Uhr war das Feuer gelöscht“, sagte eine Polizeisprecherin. Der Brand habe nicht auf weitere Stockwerke des Hauses übergegriffen.
Bushido, der bisher in Berlin lebt, will schon seit einiger Zeit nach Kleinmachnow auf das 16.000 Quadratmeter große Gelände umziehen. Probleme mit den Behörden wegen umstrittener Bauarbeiten sind mittlerweile ausgeräumt.
Gegenüber dem Fernsehsender N24 sagte der Skandalrapper, dass er von Brandstiftung ausgehe. Er fühle sich in Kleinmachnow seit längerem als Opfer einer "Hetzjagd". Der Polizei wirft Bushido "schlampige Arbeit" vor. Es sei ein Unding, dass er als Eigentümer nicht zuerst von den Ermittlungsbehörden oder der Feuerwehr über das Feuer in seinem Haus informiert worden sei.
Das Ereignis sei in seinen Augen „ein ganz klarer Minuspunkt für Kleinmachnow". Er werde sich davon jedoch nicht einschüchtern lassen. „Ich werde definitiv dahin ziehen, egal, was passiert. Jetzt erst recht", so Bushido.
Am Nachmittag twitterte Bushido, er habe gerade erfahren, dass es Brandstiftung gewesen sei und kommentierte das wütend. Laut Polizei soll nun ein unabhängiger Ermittler endgültig die Brandursache klären. Die Polizei sucht deshalb nach weiteren Zeugen.
Hab gerade erfahren, dass es Brandstiftung war. Hoffentlich verbrennst du feiger Bastard in deinem eigenen Feuer.
— Bushido (@Bushido78) 11. Dezember 2013
dpa/ap





