Stoßstange an Stoßstange zieht die Karawane gen Stadt, Kilometer für Kilometer wie in einer Rinne. Stur geradeaus, alles sieht gleich aus, rechts und links stehen Lärmschutzwände. Die sollen ja eigentlich die, die dahinter leben, vor Krach bewahren.

Doch sie wirken auch auf die, die fahren. Der Kopf schaltet ab. Ob es eine Welt hinter dieser Neuköllner Wand gibt? Egal. So autistisch wie hier ist Berlin nirgends.

Nun wünscht man natürlich trotzdem niemandem, einmal den Notausstieg von der Autobahn wählen zu müssen. Also eine der Fluchttüren. Trotzdem bieten wir einmal eine kleine Aussicht auf die andere Seite: Auch dort steht man Spalier, wie bei einem Autostau. Nur sind es kleine Bäume der Spät’schen Baumschulen: Hainbuchen und andere Heckenpflanzen, Lebensbäume und Eiben.

So was läuft wie verrückt in Berlin. Nachschub ist immer nötig, also gibt es viele Reihen. Es ist eine Idylle. Und gut, dass der Lärm so schön gedämpft ist. Alle paar Jahre müssen die Setzlinge umziehen, es ist ein ewiges Bäumchen, wechsel dich der 50.000 Jungpflanzen.