Parteitag

Berliner Grüne wollen kostenloses Bus- und Bahnfahren

Rund 900 Millionen Euro nehmen Berliner Verkehrsbetriebe und S-Bahn jährlich ein. Die Berliner Grünen wollen nun, dass der Staat dafür aufkommt - und fordern zudem mehrspurige Fahrradstraßen.

Foto: Rainer Jensen / dpa

Die Berliner Grünen wollen Bahn- und Busfahren in der Hauptstadt langfristig kostenlos machen. Die Grüne Jugend setzte sich am Sonnabend auf dem Landesparteitag mit einem umstrittenen Antrag durch, der das Ideal eines steuerfinanzierten, kostenfreien Nahverkehrs propagiert. Bislang nehmen Berliner Verkehrsbetriebe und S-Bahn jährlich rund 900 Millionen Euro mit Ticketverkäufen ein.

Mehrspurige Vorfahrtsstraßen Radfahrer gefordert

Die Grünen wollen sich zudem für eine bessere Anbindung der Berliner Außenbezirke an den Nahverkehr in der City einsetzen. Pendler müssten leichter und ohne Zeitverlust zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln umsteigen können, heißt es in dem Antrag. Konkret wollen die Grünen, dass Fahrräder mit der Monatskarte der Berliner Verkehrsbetriebe kostenlos mitgenommen werden dürfen.

Busse sollen häufiger fahren, Auto-Parkplätze in Fahrradstellplätze umgewandelt werden. Die Grünen sind außerdem für Radschnellwege, mehrspurige Vorfahrtsstraßen für Radler. Die Verkehrslenkung Berlin als Sonderbehörde des Landes wollen sie abschaffen.

Die Grünen haben zudem auf dem Parteitag in der Diskussion um die Flüchtlinge vom Oranienplatz und zum geplanten Coffeeshop ihrer umstrittenen Friedrichshain-Kreuzberger Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann den Rücken gestärkt.