Die Berliner sollen Schlaglöcher, defekte Ampeln und Falschparker nach dem Willen des Senats bald in allen Bezirken via Internet melden können. Bislang hätten allerdings erst acht Bezirke die Einführung des sogenannten Online-Ordnungsamtes beschlossen. Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg, Neukölln und Spandau sperrten sich zunächst gegen das Projekt, sagte Innenstaatssekretär Andreas Statzkowski am Dienstag. Getestet wird die Plattform bereits in den Bezirken Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf und Tempelhof-Schöneberg. Insgesamt komme sie gut an und werde zunehmend häufiger genutzt, sagte Statzkowski.
In Lichtenberg gab es bereits 600 Meldungen
So habe es in Lichtenberg innerhalb von zwei Jahren 600 Meldungen gegeben – die meisten zu Straßen und Verkehr, aber auch zu Abfall, Grünanlagen, Lärm, Tieren und dem Winterdienst. Die Kosten für die Plattform trägt das Land. Die Bezirke, die noch nicht mit dem Online-Ordnungsamt arbeiten wollten, sähen teils keinen Bedarf, wollten teils aber auch eine neue Software abwarten, erläuterte der Staatssekretär. Der befürchtete Mehraufwand durch die Internet-Meldungen habe sich nicht bestätigt. Bislang könnten die Ordnungsämter alles gut bewältigen.
dpa/seg





