Die Serie von Anschlägen auf Geldautomaten in Berlin reißt nicht ab: Mehrere Täter haben am frühen Mittwochmorgen einen Automaten im Märkischen Viertel gesprengt. Dabei ist die Filiale der Postbank am Wilhelmsruher Damm schwer verwüstet worden.
„Es war eine außergewöhnliche starke Detonation“, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Durch die Wucht der Explosion wurden Fensterteile und Glas teilweise bis auf die andere Straßenseite geschleudert worden, bis zu 50 Meter weit. Fenster und Fassade wurden erheblich beschädigt.
Nach Angaben der Berliner Polizei leiteten die unbekannten Täter ein Gasgemisch in den Automaten und zündeten es an. Danach flüchteten die Unbekannten mit den Geldkassetten aus den beschädigten Automaten.
Zeugen hatten nach der Explosion beobachtet, dass die mutmaßlichen Täter mit einem Auto entkamen. Über die Höhe des Schadens oder der erbeuteten Summe machte die Polizei keine Angaben. Verletzt wurde niemand. Das Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen.
Nach Polizeiangaben wurden allein in diesem Jahr in Berlin 21 Fälle von erfolgten oder versuchten Sprengungen an Geldautomaten registriert.
Mittlerweile ist zur Aufklärung der Taten die Sonderkommission „Giro“ eingerichtet worden. Die Sicherheitskräfte gehen inzwischen davon aus, dass die Täter in vielen Fällen aus Rumänien oder den Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawien ins Bundesgebiet einreisen. Die Polizei rechnet dabei mit mehreren Tätergruppen, Zusammenhänge zwischen den Fällen würden geprüft.
plet/ap (mit dpa)




