Zwei festgenommene Männer in Berlin sind nach den Erkenntnissen der Polizei nicht für eine ganze Serie von Bankautomaten-Sprengungen in der Hauptstadt verantwortlich. Das sagte ein Sprecher der Polizei. Gegen die beiden 31 und 32 Jahre alten Männer wurde am Mittwoch Haftbefehl erlassen. Sie müssten aber nicht in Untersuchungshaft, sagte der Polizeisprecher.
Die Männer sollen versucht haben, einen Geldautomaten auf dem S-Bahnhof Heerstraße in Berlin-Charlottenburg zu sprengen. Dafür leiteten sie zunächst ein Gasgemisch in den Automaten ein. Doch eine Alarmanlage wurde ausgelöst. Die Männer versuchten zu flüchten, wurden aber in Tempelhof festgenommen.
Nach Polizeiangaben war es bereits die 17. vollendete oder versuchte Sprengung von Geldautomaten in diesem Jahr. Die Berliner Polizei hat zur Aufklärung der Taten die Sonderkommission „Giro“ eingerichtet. Die Sicherheitskräfte gehen inzwischen davon aus, dass die Täter aus Rumänien oder den Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawien ins Bundesgebiet einreisen.
dpa/sh




