Der Senat hat dem Ergebnis der Ausschreibung für die Sanierung des Bettenhochhauses der Charité in Mitte zugestimmt. Damit hat er auch den Anstieg der Kosten um 17,5 Millionen auf 202,5 Millionen Euro gebilligt. Das teilte Senatssprecher Richard Meng am Dienstag mit. Im Entwurf für den nächsten Doppelhaushalt 2014/2015 würden nun entsprechende Festlegungen verankert, die auch eine Rechtssicherheit für die folgenden Jahre böten. Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos, für SPD) sei mit dem Bericht der Senatswissenschaftsverwaltung einverstanden gewesen. Der Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses muss der Kostenerhöhung und dem Vertrag mit dem ausgewählten Generalunternehmer noch zustimmen.
Im Rahmen der Ausschreibung hatte sich, wie berichtet, kein Bieter gefunden, der die Sanierung des Bettenturms für die zunächst veranschlagten 185 Millionen Euro übernehmen wollte. Deshalb musste der Finanzrahmen erhöht werden. Die Mehrkosten sollen aus dem Investitionsvolumen der Wissenschaftsverwaltung finanziert und im Rahmen der Investitionsplanung des Senats bis 2017 ausgeglichen werden. Senatssprecher Meng betonte, der 360 Millionen Euro umfassende Masterplan für Projekte der Charité sei davon nicht berührt.
Wissenschaftssenatorin Sandra Scheeres (SPD), zugleich Aufsichtsratsvorsitzende des Universitätsklinikums, sagte, das vorliegende Angebot für die Sanierung des Bettenhochhauses und den Neubau des OP-Trakts sei das wirtschaftlichste und letztlich ohne Alternative. Tatsächlich hätte das Vergabeverfahren ohne Erhöhung des Budgets aufgehoben werden müssen. Die Folge wäre nach Ansicht von Experten eine neue Ausschreibung in Teilpäckchen gewesen. Dies hätte aber noch höhere Mehrkosten sowie Schadenersatzforderungen und einen Zeitverlust von mindestens zehn Monaten verursacht.
Mit der Sanierung des Bettenturms an der Luisenstraße soll im Januar kommenden Jahres begonnen werden. Sie soll 2016 beendet sein. Matthias Scheller, Direktor der Charité, sagte, mit dem jetzigen Budget bekomme Berlin ein qualitativ hochwertiges Krankenhaus der Universitätsmedizin.
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