Beamten der Bundespolizei ist am Sonntag gleich in drei Fällen die Festnahme von Graffiti-Sprayern gelungen. Insgesamt konnten sieben Tatverdächtige in Gesundbrunnen, Köpenick und Friedrichshain gefasst werden. In einem der Fälle sei nach Polizeiangaben auch ein Helikopter eingesetzt worden.
Zu dem Einsatz des Polizeihubschraubers war es am Sonntagabend gekommen. Ein Zeuge hatte gegen 22 Uhr gemeldet, dass am Bahnhof Gesundbrunnen ein abgestellter Zug der S-Bahn-Linie 2 besprüht wird. Beamte der Bundespolizei und Sicherheitskräfte der Bahn fahndeten sofort nach möglichen Tätern.
Wenig später konnte ein einschlägig bekannter 19-Jähriger auf dem Bahnsteig des Bahnhofes festgenommen werden. Der Mann aus Berlin trug diverse Sprayer-Utensilien bei sich und war in der Vergangenheit bereits mehrfach wegen Graffiti-Delikten in Erscheinung getreten. Der S-Bahn-Zug war zuvor von dem Tatverdächtigen auf einer Fläche von etwa 30 Quadratmetern besprüht worden. Die Bundespolizei leitete Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung ein, der Sprayer kam danach auf freien Fuß.
Auch zwei Berlinbesucher unter den Tatverdächtigen
Vier Männer im Alter von 26, 24, 23 und 18 Jahren waren bereits in der Nacht zuvor in Köpenick gegen 3 Uhr vorläufig festgenommen worden. Die beiden Älteren hatten eine Hausfassade an der Wendenschloßstraße auf einer Fläche von 50 Quadratmetern besprüht. Die jüngeren Komplizen hatten laut Bundespolizei währenddessen Schmiere gestanden. Die Beamten beschlagnahmten das mitgeführte Sprayer-Werkzeug und nahmen die Personalien der Tatverdächtigen auf, von denen zwei bereits polizeibekannt sind.
Wenige Stunden zuvor hatte die Bundespolizei bereits zwei Touristen aus Australien am Ostbahnhof erwischt. Ein Zeuge hatte die 19 und 22 Jahre alten Berlinbesucher beobachtet, während sie ein geparktes Auto und Heizungsrohre besprühten. Die Polizisten stellten die beiden Berlin-Besucher, gegen die jetzt wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs ermittelt wird.
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