Vergleichstest

Berlin landet in neuem Schulvergleich auf vorletztem Platz

Ein Schulleistungsvergleich beschert den ostdeutschen Bundesländern Topnoten in Mathematik und Naturwissenschaften. Die Berliner Neuntklässler landen gegen den Bundestrend fast ganz hinten.

Foto: Z1022 Patrick Pleul / dpa

Beim neuen Schulleistungsvergleich der Bundesländer in Mathematik und Naturwissenschaften hat Ostdeutschland klar die Nase vorn. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur vom Donnerstag erzielen im Westen durchgängig nur Bayern und Rheinland-Pfalz Leistungswerte über dem Bundesdurchschnitt, im Einzelfall auch Schleswig-Holstein und Niedersachsen.

In Mathematik lagen Sachsen, Thüringen und Brandenburg ganz vorn, gefolgt von Bayern und Sachsen-Anhalt. Berlin landet in diesem Fach auf dem vorletzten Platz, schlechter bewertet wurden nur noch die Leistungen der Neuntklässler in Bremen.

Ergebnisse werden am Freitag offiziell vorgestellt

Der neue Vergleich soll an diesem Freitag von der Kultusministerkonferenz (KMK) in Berlin offiziell vorgestellt werden. An dem neuen Schultest hatten sich über 44.000 Schüler aus den neunten Klassen aller Schulformen beteiligt. Mitarbeiter des ländereigenen Instituts für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) an der Berliner Humboldt-Universität hatten dafür im Mai und Juni 2012 mehr als 1300 Schulen im gesamten Bundesgebiet besucht.

Untersuchungsschwerpunkte waren diesmal Mathematik und Naturwissenschaften (Biologie, Chemie, Physik). Basis für die Aufgaben waren die von den Kultusministern für alle Bundesländer verbindlich eingeführten Bildungsstandards.

Sie beschreiben, was ein Schüler am Ende einer Jahrgangsstufe können soll und gelten für Lehrer als pädagogische Zielvorgabe. Damit wurden die alten, in den Bundesländern unterschiedlichen Lehrpläne an den Schulen abgelöst.