Eine Auseinandersetzung zwischen Besuchern und Angestellten einer Diskothek am Potsdamer Platz in Mitte hat in der Nacht zu Sonntag zu einem größeren Polizeieinsatz geführt. Security-Kräfte der Diskothek „E4“ hatten nach Streitigkeiten die Polizei gerufen, bei der ein 22 Jahre alter Angestellter verletzt wurde. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung gegen fünf junge Männer mit Migrationshintergrund.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war im Obergeschoss der Disco am Marlene-Dietrich-Platz ein Streit entstanden, bei dem es um die Bezahlung einer Flasche Wodka ging. Fünf junge Männer im Alter von 17 bis 24 Jahren mit türkischer, libanesischer und arabischer Herkunft hatten den Alkohol bestellt. Aus noch ungeklärten Gründen sollen sie plötzlich einen Barkeeper angepöbelt und sich mit Angehörigen des Wachschutzes gestritten haben.

Der 22 Jahre alte Kellner erlitt durch den Angriff Blutergüsse und eine aufgeplatzte Lippe. Die Security verwies die Angreifer des Hauses, doch diese leisteten auch nach der Bezahlung der Rechnung erneut Widerstand.

Hundertschaft der Polizei kam zur Verstärkung

Beamte der zuerst eingetroffenen Schutzpolizei riefen deshalb zur Verstärkung Kräfte einer Einsatzhundertschaft. Die Polizei nahm die Personalien der Tatverdächtigen im Alter von 17, 18, 20, 22 und 24 Jahren auf, die einem kurdisch-libanesischem Familienclan angehören sollen. Anschließend kamen sie wieder auf freien Fuß.

Während des Polizeieinsatzes kam es nur wenige Meter vom Eingangsbereich der Diskothek zu einer weiteren Schlägerei. Dort hatten sich mehrere angetrunkene Männer eine mit Fäusten ausgetragene Auseinandersetzung geliefert. Da ausreichend Polizisten bereits vor Ort waren, konnten die Beteiligten rasch getrennt werden. Verletzte gab es nach Polizeiangaben nicht.

Betrunkener rast mit Tempo 150 über A100

Alkohol spielte in der Nacht zu Sonntag auch eine entscheidende Rolle bei der Verfolgung einer Limousine durch die Autobahnpolizei. Der Fahrer eines weißen Audi Q7 war gegen 0.30 Uhr auf dem Stadtring A 100 in Höhe Ausfahrt Tempelhof aufgefallen, weil er mit mehr als 150 Stundenkilometern in Richtung Funkturm unterwegs war. Die Beamten verfolgte den Wagen bis zur Konstanzer Straße und stoppten den Fahrer.

Dieser gab plötzlich Gas und verschwand in Richtung Brandenburgische Straße. Zehn Minuten später stand der leere Wagen nach einem Unfall an der Weimarer Ecke Schillerstraße in Charlottenburg – durch die Kollision mit Stahlpollern stark beschädigt. Beamte der Autobahnpolizei identifizierten die Insassen, darunter den 26 Jahre alten Halter des Wagens. Da alle drei betrunken waren, musten sie eine Blutprobe abgeben.