Nach den tödlichen Schüssen auf einen Berliner Türsteher ermittelt die Polizei auch im Rocker-Milieu. Das 39 Jahre alte Opfer habe zwar keinen Bezug zu einschlägigen Gruppen gehabt, betonte eine Polizeisprecherin am Donnerstag. Die Behörde ermittele aber in diese Richtung wegen eines Vorfalls vom 18. August.

Damals hätten mehrere Rocker in die Diskothek in Prenzlauer Berg gewollt, vor der der Türsteher am Sonntagmorgen erschossen worden war. Einer der Männer habe sich aber nicht vom Sicherheitspersonal durchsuchen lassen worden. Es sei zu einer Auseinandersetzung gekommen, bei der ein Beteiligter verletzt wurde. Ob der 39 Jahre alte Türsteher aber an diesem Streit beteiligt war, ist laut Polizei nicht bekannt.

In Hüfte und Bein geschossen

Nach Angaben der Polizeisprecherin lagen bis Donnerstagmittag 23 Hinweise vor – aber keine heiße Spur. Ein Unbekannter hatte den 39-Jährigen vor der Diskothek auf dem Gelände der Kulturbrauerei mit Schüssen in Hüfte und Bein niedergestreckt. Das Opfer verblutete. Nach der Befragung von Zeugen hatte die Polizei eine Beschreibung des mutmaßlichen Täters veröffentlicht. Er soll eine dunkle Kapuzenjacke mit einem auffälligen weißen Kreuz mit Buchstaben getragen haben.