Die Berliner Polizei hat zwei mutmaßliche Drogenhändlerinnen gefasst. Die Fahnder überprüften am Sonntag zwischen 10 und 17 Uhr im Bahnhof Jannowitzbrücke und dessen Umgebung 54 Menschen. Bei einer 23-Jährigen fanden die Beamten Tütchen mit Betäubungsmitteln und 26 Ecstasytabletten. In ihrer Wohnung in Hellersdorf entdeckten die Polizisten dann eine kleine Cannabisplantage sowie weitere Beweise.
Auch die Wohnung einer 32 Jahre alten Neuköllnerin, die ebenfalls verschiedenste Drogen bei sich hatte, durchsuchten die Beamten und fanden Beweismittel. Die Frau soll auch die elektrische Versorgung angezapft haben, um kostenfrei an Strom zu kommen.
Beide Frauen mussten sich einer erkennungsdienstlichen Behandlung unterziehen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen kam sie wieder frei. Sie sehen nun Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz entgegen. Die Ältere der Frauen muss sich zudem wegen des Stromabzapfens verantworten.
Insgesamt stellten die rund 20 an dem Einsatz beteiligten Polizisten bei den Kontrollen und Wohnungsdurchsuchungen knapp 50 Tütchen und mehrere Ampullen mit Rauschgift, vier Cannabispflanzen, diverse unzulässige Böller sowie eine Schreckschusspistole mit Munition sicher und leiteten 37 Strafermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittel-, Arzneimittel- und Sprengstoffgesetz sowie wegen anderer Delikte ein.
dpa/sh



