Tote Hosen und Ärzte

Open-Air-Festival in Tempelhof sorgt für Ärger bei Anwohnern

Nicht alle Berliner freuen sich über die Toten Hosen und die Ärzte - jedenfalls nicht, wenn sie ungefragt bis ins Schlafzimmer dröhnen. Das Anwohner-Schutzkonzept ging am Tempelhofer Feld nicht auf.

Foto: Matthias Balk / dpa

Das dreitägige Open-Air-Festival auf dem Tempelhofer Flugfeld mit Gruppen wie Die Ärzte oder Die Toten Hosen begeisterte von Freitag bis Sonntag etwa 120.000 Besucher.

Zahlreiche Anwohner hingegen waren genervt von den Menschenmassen und der lauten Musik bis in die Nacht. Selbst bis in das etwa vier Kilometer entfernte Buckow waren die Klänge der Rockmusik gut zu hören, berichtete ein Bewohner vom Rotschwanzweg der Berliner Morgenpost: "Die Beschallung war nur schwer zu ertragen. Selbst bei geschlossenen Fenstern drangen die Bassklänge nahezu ungehindert in die Wohnung."

Um die Folgen des Besucheransturms auf die anliegende Gartenstadt Neu-Tempelhof abzufangen, veranlasste der Veranstalter die Einrichtung einer "Anwohnerschutzzone". Dazu wurden Straßen gesperrt und nur Anwohner und Linienbusse durchgelassen.

Aufgegangen ist dieser Plan offensichtlich nicht ganz. "Die angebliche Schutzzone war ein Witz. Zwar sind die Straßen gesperrt, aber über die Parkplätze von Penny und Esso gelangten Besucher dann doch in die Straßen hinter den Sperren und parkten die Anwohnerstellplätze zu", sagte eine verärgerte Anwohnerin.

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