Das Sommerbad Pankow ist an diesem Wochenende Familien vorbehalten. Jugendliche ohne Begleitung haben keinen Zugang. „Heute Familientag!“, steht auf einem großen Plakat am Eingang an der Wolfshagener Straße. Zudem bleiben die Wasserrutsche und der Sprungturm gesperrt, „aus technischen Gründen“, wie es auf dem Aushang heißt.
Offiziell begründeten dies die Berliner Bäder-Betriebe damit, dass man lange Wartezeiten an den Kassen vermeiden wolle. Sprungturm und die große Rutsche blieben geschlossen, „um Familien insbesondere mit kleineren Kindern ein ungetrübtes Badevergnügen zu gewährleisten“.
„Es werden vor allem Gruppen von testosteronüberschwemmten Jungmännern nicht hineingelassen“, sagte Matthias Oloew, Sprecher der Berliner Bäder-Betriebe, am Sonnabend.
Hintergrund ist, dass am Freitagabend einige Badegäste offenbar die Hitze nicht vertragen haben. Das Freibad wurde von mehr als 60 Polizisten geräumt, nachdem Dutzende Jugendliche den Bademeister bedroht hatten.
Nach Polizeiangaben vom Sonnabend war die Lage eskaliert, als der Sprungturm und die Wasserrutsche wegen Überfüllung gesperrt werden sollten. Als daraufhin etwa 50 junge Männer den Bademeister bedrängten, alarmierte die Schwimmbadleitung die Polizei, die den Badespaß im Pankower Sommerbad vorzeitig beendete.
Um bei Temperaturen von 35 Grad für den großen Ansturm gewappnet zu sein, hatten die Bäder-Betriebe zudem die Öffnungszeiten zweier Hallenbäder in Lankwitz und im Märkischen Viertel verkürzt. So sollte mehr Personal in den Freibädern zur Verfügung stehen. Zur Vermeidung von Wartezeiten wurde den Badegästen zudem die Möglichkeit eingeräumt, Eintrittskarten für die Freibäder an den Kassen der Hallenbäder zu kaufen.
dpa/sei





