Schock für eine Reinigungskraft am frühen Mittwochmorgen. Der 47 Jahre alte Mann wollte gegen 4.50 Uhr gerade damit beginnen, den U-Bahnhof Warschauer Straße zu säubern, als sich ein 40 Jahre alter Mann näherte. Im Eingangsbereich der U-Bahnstation gerieten die beiden aus bisher ungeklärter Ursache in Streit. Plötzlich zerschlug der Kontrahent eine Glasflasche auf dem Bahnsteiggeländer und schlug und stach mehrfach mit dem Flaschenhals auf sein Opfer ein.

Das Opfer wurde sofort notoperiert

Zeugen alarmierten die Polizei, die den Angreifer wenig später festnahm. Der aus Polen stammende Mann soll einem Haftrichter vorgeführt werden. Das 47 Jahre alte Opfer musste in einem Krankenhaus notoperiert werden. Er befindet sich außer Lebensgefahr.

Die Ermittler der 4. Mordkommission beim Landeskriminalamt in der Keithstraße 30, 10787 Berlin-Tiergarten bitten Zeugen des Vorfalls, sich zu melden: Tel. (030) 4664-911444. Hinweise nimmt natürlich auch jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Ähnlicher Fall vor vier Tagen

Erst am Sonntag hatte sich ein ganz ähnlicher Fall ereignet. Gegen 4.45 Uhr war an der Kreuzung Müller-/Ecke Lindower Straße ein Mann von einem Unbekannten unvermittelt angegriffen worden. Nach der lebensgefährlichen Attacke auf einen Passanten mit einer abgebrochenen Glasflasche in Berlin-Wedding ist der mutmaßliche Täter weiter auf der Flucht. Nach ihm werde intensiv gesucht, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag.

Das 26 Jahre alte Opfer schwebt weiter in Lebensgefahr und liegt im künstlichen Koma. Bei dem Täter soll es sich um einen 23 Jahre alten Mann handeln. Wie die Polizei zu dieser Annahme gelangt ist, wird aus ermittlungstaktischen Gründe nicht bekannt gegeben.

BM