Mordkommissionen haben in zwei Fällen Ermittlungen zu Tötungsdelikten in Berlin-Wedding und Gesundbrunnen aufgenommen. Beide Tatorte lagen nur wenige Hundert Meter auseinander.

Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, war in den frühen Morgenstunden gegen 4.45 Uhr an der Kreuzung Müller-/Ecke Lindower Straße ein Passant unvermittelt von einem Unbekannten angegriffen worden.

Dabei stieß der Täter seinem Opfer eine abgebrochene Flasche in den Hals und flüchtete anschließend. Ein von Augenzeugen alarmierter Notarzt konnte den schwer verletzt zusammengebrochenen Mann am Tatort wiederbeleben und ließ ihn dann in ein Krankenhaus einweisen.

Bei dem Opfer handelt es sich nach Polizeiangaben von Montag um einen 26-Jährigen. Man habe inzwischen die Identität des Mannes ermitteln können, der aus Polen komme, sagte ein Polizeisprecher. Die Hintergründe des brutalen Angriffs lägen noch im Dunkeln.

Nach Polizeiangaben vom Sonntag befindet sich das Opfer in Lebensgefahr. Die 4. Mordkommission fahndet nach dem flüchtigen Täter.

Wenige Stunden zuvor hatte in unmittelbarer Nähe in einem Wohnhaus an der Müllerstraße eine Anwohnerin im Hausflur starken Verwesungsgeruch bemerkt. Sie alarmierte die Polizei, die nach dem Aufbrechen der Wohnungstür im Inneren auf die Leiche eines Mannes stieß. Bei dem Toten handelt es sich offenbar um den 49-jährigen Wohnungsmieter. An der Leiche wurden Anzeichen für eine Gewalttat entdeckt. Der Todeszeitpunkt ist noch völlig unklar, eine Obduktion soll darüber Aufschluss geben. Die 3. Mordkommission ermittelt.

hhn