Unbekannte haben mehrere Fensterscheiben in der Bundeszentrale der SPD in Berlin beschädigt.

19 Scheiben wurden am frühen Donnerstagmorgen im Willy-Brandt-Haus an der Wilhelmstraße in Berlin-Kreuzberg zerstört, teilte die Polizei mit. Außerdem wurden Farbbeutel gegen die Fassade geworfen.

Ein Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes entdeckte gegen 0.40 Uhr die Beschädigungen an der Glasfassade und alarmierte die Polizei. Vor dem Haus wurden von den Beamten mehrere Pflastersteine entdeckt. Den Tätern gelang es allerdings nicht, das Glas vollständig zu zerstören.

Der Staatsschutz des Landeskriminalamts hat die Ermittlungen wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung übernommen. Ein Bekennerschreiben ist bislang nicht aufgetaucht. Nach Angaben der SPD wurde der Polizei bereits Videoüberwachungsmaterial zur Verfügung gestellt.

Außer der Bundesparteizentrale wurde auch das Kreisbüro Friedrichshain-Kreuzberg beschädigt, das sich im Erdgeschoss des Willy-Brandt-Hauses befindet. Die Kreisvorsitzende Julia Schimeta verurteilte den Anschlag als „dumme und feige Sachbeschädigung“.

Der Anschlag sei mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung unvereinbar, sagte Innensenator Frank Henkel (CDU). „Dieses inakzeptable Verhalten verurteile ich scharf. Die Polizei wird alles tun, um die Täter schnellstmöglich zu fassen.“ In diesem Jahr wurden bereits sieben Anschläge auf Einrichtungen der Berliner SPD verübt.

dpa/sei/ur