Ein 15-Jähriger ist am frühen Freitagmorgen aus dem Fenster eines Hotels in der Schlüterstraße in Berlin-Charlottenburg auf den Gehweg gestürzt und ums Leben gekommen.

Das Unglück ereignete sich im Hotel „Bogota“.

Trotz notärztlicher Versorgung erlag der Junge noch am Unglücksort seinen Verletzungen. Nach den kriminalpolizeilichen Ermittlungen ergaben sich bisher keine Hinweise auf einen Suizid oder auf Fremdverschulden.

Die Polizei geht nach Angaben eines Sprechers von einem Unfall aus. Vermutlich habe der Jugendliche unter Alkoholeinfluss das Gleichgewicht verloren und sei deshalb aus dem Fenster im 3. Stock gestürzt. Der Unfall hat sich kurz vor 2 Uhr ereignet.

Der 15-Jährige kam aus den USA und war in Berlin auf Klassenreise. Ein Seelsorger ist vor Ort und kümmert sich um die Jugendlichen.

Es soll sich nach Informationen der Berliner Morgenpost um eine zehnköpfige Schülergruppe aus Kalifornien handeln. Sie wurde von einer Lehrerin betreut.

Die Jugendlichen waren für vier Tage in Berlin, sie wollten an diesem Freitag abreisen. Das Unglück ereignete sich also am letzten Abend ihres Berlin-Aufenthalts.

Das Opfer soll mit zwei Freunden eine Flasche Whisky geleert haben. Es war allein im Zimmer, als der Unfall geschah. Die beiden anderen Jugendlichen waren wohl unterwegs, um Snacks zu besorgen.

Die Leiche des Jugendlichen wurde in die Gerichtsmedizin gebracht.

Am Hotel „Bogota“ wurden zur Trauerbekundung zwei Rosen auf dem Gehweg abgelegt - unterhalb des Fenster, aus dem der Schüler in den Tod stürzte.

Bereits zwei Fälle im Jahr 2012

Bereits im vergangenen Jahr waren in Berlin zwei Jugendliche auf Klassenfahrt bei Stürzen aus Hotelfenstern verunglückt.

Im April 2012 war ein 17-Jähriger in Kreuzberg ums Leben gekommen. In diesem Fall wird von einem Suizid ausgegangen.

Im Juni 2012 hatte ein 17-Jähriger bei einem Sturz aus einem Fenster in Wilmersdorf schwere Verletzungen erlitten. Er hatte vermutlich unter Alkoholeinfluss das Gleichgewicht verloren und wurde erst nach mehreren Stunden auf dem Parkplatz des Hotels gefunden.

dpa/plet/sei