Ein 30 Jahre alter Mann ist in Berlin im Drogenrausch von einem Balkon im sechsten Obergeschoss in den Tod gestürzt. Zuvor hatte er offenbar mit einem 37-Jährigen noch nicht bekannte Mengen Rauschgift konsumiert, wie ein Polizeisprecher am Dienstag mitteilte. Unklar sei auch noch, welche Drogen die beiden Männer genommen hätten.
Der tragische Vorfall ereignete sich am Montag gegen 15.30 Uhr in einem Hochhaus an der Spandauer Straße in Berlin-Mitte. Passanten sahen den 30-Jährigen nackt an der Balkonbrüstung in der sechsten Etage hängen. Kurz darauf stürzte er in die Tiefe und schlug auf einem unter dem Balkon im ersten Obergeschoss befindlichen Vordach auf. Rettungskräfte brachten ihn mit schweren Kopfverletzungen in eine Klinik. Dort starb der 30-Jährige kurz nach seiner Einlieferung.
In der Wohnung trafen die Beamten den 37-Jährigen an, der auf einer Couch schlief. Nachdem sie ihn vorläufig festgenommen hatten und im Polizeigewahrsam Blut abnehmen wollten, trat er so heftig um sich, dass sich ein Beamter den Arm brach. Der Polizist musste ambulant im Krankenhaus behandelt werden und anschließend seinen Dienst beenden.
Nach ersten Erkenntnissen hat der 37-Jährige, der nach Angaben von Anwohnern seit einigen Monaten in der Wohnung gelebt haben soll, mit dem Sturz des 30-Jährigen nichts zu tun. Der Jüngere sei im Rausch auf den Balkon gelaufen und in die Tiefe gefallen, sagte ein Polizeisprecher. Möglicherweise sei er über das Geländer geklettert und habe dann die Kraft verloren.
Gegen den 37-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie Körperverletzung eingeleitet. In den nächsten Tagen soll die Leiche des 30-Jährigen obduziert werden.
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