Ermittlungserfolg

Schüsse auf Polizisten - Fahnder nehmen 42-Jährigen fest

Die Berliner Polizei hat einen Mann festgenommen, der am 13. Juni nach einem Überfall auf ein Lokal in Steglitz einem Polizeibeamten seine Waffe entrissen und mehrmals auf ihn geschossen haben soll.

Zwei Wochen nachdem er in Berlin-Steglitz auf einen Polizeibeamten geschossen hatte, ist ein mutmaßlicher Gaststättenräuber gefasst worden.

Zivilbeamte entdeckten den 42-Jährigen, nach dem mit Hochdruck gefahndet wurde, am Mittwochabend an der Hermannstraße in Neukölln. Diesmal ließ sich der Mann widerstandslos festnehmen.

Am frühen Morgen des 13. Juni 2013 hatte der 42-Jährige bei dem Versuch, ihn nach einem Raubüberfall festzunehmen, massive Gegenwehr geleistet. Im Gerangel entriss er einem Zivilfahnder die Dienstwaffe und schoss anschließend auf den Beamten, glücklicherweise ohne zu treffen. Anschließend flüchtete er.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei hatte der 42-Jährige am 13. Juni gegen 1.35 Uhr ein Lokal an der Schöneberger Straße überfallen, zwei Angestellte mit einer Schusswaffe bedroht und 150 Euro erbeutet. Mit seiner Beute stieg er vor dem Lokal in ein Fahrzeug, in dem ein Komplize bereits wartete. Zwei Zivilfahnder, die sich gerade in der Nähe aufhielten, bemerkten den Vorfall und nahmen die Verfolgung auf.

Am Riemenschneiderweg in Schöneberg konnten sie den Pkw schließlich stoppen. Während der 40 Jahre alte Fahrer festgenommen werden konnte, entriss der 42-Jährige einem Beamten die Dienstwaffe und gab gleich mehrere Schüsse auf ihn ab. Anschließend verschwand er spurlos. Die Identität des Flüchtigen konnte schnell ermittelt werden. Der Mann wurde zur Fahndung ausgeschrieben, ein Richter erließ Haftbefehl wegen versuchten Mordes.

Bei seiner Festnahme befand sich der 42-Jährige in Begleitung eines anderen Mannes, in dessen Wohnung die entwendete Dienstwaffe gefunden wurde. Der Festgenommene wurde am Donnerstag zur 8. Mordkommission überstellt und anschließend in Untersuchungshaft genommen.