Kriminalität in Berlin

Schüsse auf Polizisten - Ermittler suchen Täter mit Drohne

Polizisten stoppten einen flüchtenden Räuber. Plötzlich griff er zur Pistole eines Verfolgers, lief davon und schoss auf ihn. Nun setzt die Berliner Polizei eine Drohne für die Fahndung ein.

Foto: A3803 Jochen Lübke / dpa

Nach den Schüssen auf einen Polizisten in Berlin-Schöneberg ist der Täter weiter auf der Flucht. Die Ermittlungen dauerten an, sagte eine Polizeisprecherin am Freitag. Die Polizei machte mit Hilfe einer Drohne auch aus der Luft Aufnahmen vom Tatort. Zur Auswertung der Bilder wollte die Sprecherin bislang aber keine Angaben machen.

Gegen 1.35 Uhr hatte der gesuchte Mann zwei 30 und 31 Jahre alte Angestellte des Lokals „Feuerbach“ an der Schöneberger Straße Ecke Feuerbachstraße mit einer Schusswaffe bedroht und Geld gefordert. Mit erbeutetem Bargeld lief der Räuber zu einem Renault, in dem ein Komplize saß.

Die Flüchtigen fuhren in Richtung Walther-Schreiber-Platz, zwei Zivilfahnder nahmen die Verfolgung auf. Im Riemenschneiderweg in Schöneberg endete die Flucht in einer Sackgasse. Während der 40 Jahre alte Fahrer festgenommen werden konnte, leistete der Räuber Widerstand.

Der Täter schießt mehrfach und verschwindet im Park

Es kam zu einem Gerangel, bei dem der Täter an die Schusswaffe des Polizisten gelangte. Der Räuber lief in Richtung Prellerweg und feuerte mehrmals auf den Polizisten, ohne ihn zu treffen, bevor er in dem Parkgelände verschwand. Obwohl der Insulaner und das angrenzende Freibad von Polizeibeamten umstellt wurden, gelang dem Räuber die Flucht.

Der Komplize des Schützen, der während des Überfalls im Auto gewartet hatte, wurde festgenommen. Er sollte noch am Freitag einem Haftrichter vorgeführt werden.