Die Gewerkschaft Ver.di hat mit Warnstreiks an der Berliner Charité gedroht. Ziel sei eine Regelung für eine Mindestanzahl von Mitarbeitern auf den Stationen während der Nachtschichten, auf Intensivstationen und im OP-Bereich, sagte Verdi-Mitarbeiterin Meike Jäger am Montag.

Die Gewerkschaft kritisiert, dass der Personalschlüssel nur nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten berechnet werde. Die Bedürfnisse der Patienten kämen dabei oft zu kurz. Der Charité-Vorstand habe Verhandlungen bisher abgelehnt.

Die Geduld der Gewerkschaft sei erschöpft. Verdi habe dem Charité-Vorstand jetzt letztmalig eine Frist bis zum 21. Juli gesetzt, um ernsthafte und verbindliche Verhandlungen einzuleiten. Wenn sich der Vorstand weiterhin verweigere, drohten Arbeitsniederlegungen an der Charité, kündigte Jäger an. Die Gewerkschaft kritisiert seit längerem Personalengpässe an der Universitätsklinik.

dpa/ap