In Berlin-Rummelsburg ist ein Kleinkind nach einem Unfall mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Der Autofahrer, der den Unfall durch seine rücksichtslose Fahrweise verursacht hatte, flüchtete mit Vollgas in seinem BMW, ohne sich um das verletzte Mädchen zu kümmern.
Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, befuhr eine 40-jährige Frau am Montagabend mit ihrem Fahrrad die Lückstraße in Richtung Weitlingstraße. In einem Kindersitz auf dem Gepäckträger saß ihre zweijährige Tochter. Nach ersten Ermittlungsergebnissen wurden Mutter und Tochter gegen 19.55 Uhr von einem weißen BMW-Geländewagen überholt.
Der Fahrer des Wagens fuhr dabei so dicht an dem Fahrrad vorbei, dass die Frau aus Sorge um das Kind in Panik geriet, die Kontrolle über das Rad verlor, mehrfach gegen den Bordstein fuhr und stürzte. Während die 40-Jährige mit leichten Blessuren davonkam, prallte die Zweijährige bei dem Sturz mit dem Kopf gegen den Mast einer Straßenlaterne.
Zeugen des Geschehens alarmierten die Feuerwehr, die kurz darauf eintreffende Besatzung eines Notarztfahrzeuges übernahm die Erstversorgung des Mädchens, die Rettungskräfte stillten dabei vor allem eine stark blutende Kopfwunde, bevor sie das Kind in die Notaufnahme einer Klinik brachten. Dort stellten Unfallärzte neben der Platzwunde ein schweres Schädel-Hirn-Trauma fest. Der Zustand des Kindes wurde inzwischen als stabil beschrieben, es wird allerdings bis auf Weiteres in der Klinik bleiben müssen.
Der Verkehrsermittlungsdienst der Polizeidirektion 6 hat den Fall übernommen und fahndet mit Hochdruck nach dem Fahrer des Geländewagens. Die Beamten sind optimistisch, den Unfallfahrer schnell identifizieren zu können, da die Anzahl der in Berlin zugelassenen weißen Geländewagen der Marke BMW „überschaubar“ ist, wie es ein Ermittler formulierte. Bereits unmittelbar nach dem Unfall haben die Verkehrsermittler der Polizei intensive Befragungen der Augenzeugen durchgeführt.
hhn


