Mit einem Großaufgebot kämpft die Berliner Feuerwehr seit dem frühen Montagmorgen gegen einen Brand im Heizkraftwerk Rudow. Wegen der starken Rauchentwicklung rechnete die Feuerwehr am Montag damit, dass die Löscharbeiten nicht vor Dienstagvormittag beendet sein werden. Verletzt wurde nach Angaben eines Sprechers niemand.

Das Feuer war in der Nacht in einem Spänebunker ausgebrochen. Kurz darauf griffen die Flammen auf eine angrenzende Siloanlage über. Warum es zu dem Großbrand kam, ist nach Angaben der Polizei noch völlig unklar. Um 3.37 Uhr ging bei der Feuerwehr der Alarmruf aus der Köpenicker Straße ein. Zunächst rückten die Einsatzkräfte nur mit 25 Männern aus. Doch schnell war klar, dass sie Verstärkung benötigten. Problematisch war laut Feuerwehr vor allem die extrem starke Verrauchung in der Siloanlage. Dort werden Holzspäne gelagert. Über Transportbänder werden sie zur Brennkammer des Kraftwerks gebracht, wo sie kontrolliert angezündet werden.

Späne einzeln gelöscht

Wegen des Brandes hatte jedoch ein Großteil der Holzspäne schon in der Siloanlage angefangen zu glühen. Theoretisch hätte das auf den weiteren Betreib des Kraftwerks keine Auswirkungen gehabt, weil die Holzspäne eh angezündet werden. Es bestand jedoch de Gefahr, dass die Transportbänder durch die glühenden Späne in Brand geraten. Um das zu verhindern, musste die Feuerwehr sämtliche Späne aus der verrauchten Siloanlage holen, ablöschen und dann wieder den Mitarbeitern des Kraftwerks übergeben - ein sehr aufwendiger Vorgang: „Weil es ein geschlossenes System ist, kommen wir nur schlecht ran“, sagte ein Feuerwehrsprecher.

„Wir wollen unbedingt verhindern, dass das Kraftwerk abgeschaltet werden muss“, sagte ein Sprecher während des Einsatzes. Deshalb könne man nicht „wild rumplätschern“, sondern müsse gezielt löschen. Menschen seien nicht gefährdet. Auch für die Umwelt bestehe keine Gefahr.

RWE: Keine Auswirkungen auf die Umwelt

Gegen 12 Uhr war der Brand so weit unter Kontrolle, dass ein Teil der Einsatzkräfte wieder abrücken konnte. In den Nachmittagsstunden waren dann noch 15 Feuerwehrmänner vor Ort. Sie sollten nach Angaben eines Sprechers bis Dienstagvormittag bleiben. Auch wenn alle Glutnester gelöscht sind, muss die Feuerwehr die Gefahrenstelle weiter kontrollieren, damit nicht doch wieder Flammen entfachen.

Nach Angaben einer RWE-Sprecherin wurde der Betrieb des Kraftwerks durch das Feuer nicht beeinträchtigt. Auch schädliche Auswirkungen auf die Umwelt habe es nicht gegeben.

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