In dem neu aufgelegten Prozess um die tödliche Prügelattacke nahe dem Berliner Alexanderplatz hat das Landgericht zum zweiten Mal Ärzte und Gerichtsmediziner als Zeugen gehört. Jonny K. starb im Oktober 2012 an Gehirnblutungen.
Der Tod des 20-Jährigen hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst. Ob die massiven Blutungen durch Faustschläge, Fußtritte oder einen Sturz ausgelöst wurden, lasse sich nicht genau feststellen, sagte am Donnerstag der Oberarzt, der Jonny K. obduziert hatte.
Aber: „Die Verletzungen können nicht alle durch einen Sturz entstanden sein.“ Es habe „Zeichen äußerer Gewalteinwirkung“ gegeben, obwohl der Leichnam äußerlich nicht schwer verletzt gewesen sei.
Angeklagte bestreiten Verantwortung für den Tod von Jonny K.
Sechs Angeklagte müssen sich vor einer Jugendkammer des Landgerichts wegen gefährlicher Körperverletzung oder Körperverletzung mit Todesfolge verantworten. Der erste Prozessanlauf war wegen Befangenheit eines Schöffen geplatzt.
Die Männer im Alter zwischen 19 und 24 Jahren haben zwar Schläge und Tritte eingeräumt. Eine Verantwortung für den Tod des 20-Jährigen bestritten sie aber. Laut Anklage war Jonny K. durch Tritte und Schläge zunächst zu Boden gegangen. Zudem wurde ein Freund von ihm wurde schwer verletzt.
dpa/oje





