Richtfest

Berlins neue Messehalle noch im Bau, aber schon ausgebucht

Nach elf Monaten Bauzeit feierte die Messe Berlin am Funkturm Richtfest für ihre neue Kongress- und Ausstellungshalle City Cube. Die ersten Veranstaltungen sind bereits gebucht.

Foto: dpa

Die neue Kongress- und Messehalle City Cube (Stadtwürfel) am Berliner Funkturm in Charlottenburg ist für das kommende Jahr nahezu ausgebucht. Auch für die folgenden Jahre gebe es zahlreiche Buchungen, teilte die Messegesellschaft anlässlich des Richtfests am Montag mit. Der City Cube soll Berlin die Kongresse sichern, während das asbestbelastete Internationale Congress Centrum (ICC) saniert wird.

Für 2014 geplant seien etwa die Hauptversammlung des Autobauers Daimler sowie Kongresse von Chirurgen und internationalen Gewerkschaftern. Die Halle am Standort der Deutschlandhalle soll im März 2014 in Betrieb gehen. Der 80-Millionen-Euro-Neubau bietet auf 22.500 Quadratmetern Nutzfläche Platz für Veranstaltungen mit bis zu 11.000 Menschen.

Nach elf Monaten Bauzeit feierte die Messe Berlin Richtfest für ihre neue Kongress- und Ausstellungshalle. Der Neubau am Standort der früheren Deutschlandhalle kostet 76 Millionen Euro.

Messe will möglichst nicht mehr ins ICC ziehen

Wenn das asbestbelastete Internationale Congress Centrum (ICC) saniert ist, soll der Neubau nur noch als Messehalle dienen. Die historische Deutschlandhalle war nach knapp 80 Jahren marode und wurde Anfang Jahres 2012 gesprengt.

Messe-Geschäftsführer Raimund Hosch hält es für möglich, dass die Messe weitere Neubauten benötigt. „Wenn wir hier am Funkturm noch eine Halle bräuchten, vielleicht in fünf Jahren, dann wäre Platz im Südwesten des Messegeländes für weitere 10 000 Quadratmeter“, sagte Hosch dem „Tagesspiegel“. Die Messen ITB, IFA und Innotrans benötigten mehr Raum. Expandieren könne die Messe auch an ihrem zweiten Standort am künftigen Hauptstadtflughafen.

Die Messe will nach der Sanierung des ICC nach Möglichkeit nicht mehr in das Gebäude einziehen. Nötig sei ein Investor, dem eine alternative Nutzung einfalle, sagte Hosch. Als Beispiele nannte er Einzelhandel und Unterhaltungsangebote.