In Mitte ist es in der Nacht zu Sonntag erneut zu zwei Brandanschlägen gekommen. In einem Fall hatten die unbekannten Täter vermutlich aus politischen Motiven an einem Sanierungsgebäude die Abdeckung eines Baugerüsts vorsätzlich in Brand gesetzt.
Feuerwehrleute löschten und bekamen die Flammen rasch in den Griff.
Am frühen Morgen wurde dann ein geparkter Reisebus das Ziel von Brandstiftern, doch ein aufmerksamer Sicherheitsmitarbeiter bemerkte rechtzeitig den Versuch und verhinderte Schlimmeres. Menschen kamen zum Glück in beiden Fällen nicht zu Schaden.
Brennendes Gerüst am Michaelkirchplatz
Am Sonnabend wurde die Feuerwehr gegen 22.40 Uhr zum Michaelkirchplatz gerufen. Einem Zeugen waren Flammen an einer Gerüstabdeckung aufgefallen. Der Brand erfasste eine Bauplane und Holzverschalungen, die durch das Feuer zum Teil zerstört wurden. Das betroffene Haus ist nach Polizeiangaben derzeit unbewohnt. Weil in dem Gebäude derzeit Arbeiten zur Umwandlung in Eigentumswohnungen stattfinden, kann die Polizei einen politischen Tathintergrund nicht ausschließen. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen. Gerade in Mitte, Kreuzberg und Friedrichshain wurden in der Vergangenheit immer wieder Bauprojekte durch Brandstiftung und Sachbeschädigung attackiert.
Sonntagfrüh haben Unbekannte in der Köpenicker Straße versucht, einen Reisebus von Fans des VfB Stuttgart anzuzünden. Der Sicherheitsmitarbeiter eines Hostels alarmierte um 4.20 Uhr die Feuerwehr und konnte den Brand am hinteren rechten Zwillingsreifen des Busses ersticken, noch bevor der Löschzug an der Einsatzstelle eintraf.




