Die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) haben ihre Unwetterwarnung für Berlin aufgehoben, waren aber immer noch vor heftigen Regenfällen und Blitzeinschlägen am Donnerstagabend. Örtlich drohe nun Starkregen mit über 15 Litern Niederschlag pro Quadratmeter in kurzer Zeit. Auch mit Sturmböen und kleinkörnigem Hagel muss weiter gerechnet werden. Am Morgen hatte die DWD-Meteorologen noch vor 25 Litern Niederschlag pro Quadratmeter und heftigen Gewittern gewarnt.
Die Berliner sollen trotz der Herabstufung weiter auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände nach Blitzeinschlägen achten. Während des Platzregens seien auch kurzzeitig Verkehrsbehinderungen möglich, so die Meteorologen.
Weiter Starkregen
In der Nacht zu Freitag droht weiterhin Regen. Ergiebige Regenfälle werden in den kommenden Tagen auch im übrigen Deutschland den Menschen weiter zu schaffen machen. Am Donnerstag und Freitag ist mit Stark- und Dauerregen, Schauern oder Gewittern zu rechnen. Am Freitag sind laut Deutschem Wetterdienst (DWD) sogar „Niederschlagsmengen im Unwetterbereich“ nicht ausgeschlossen.
Über Europa hat sich derzeit ein großes Tiefdruckgebiet festgesetzt, das nach Angaben des DWD sowohl trockene Kühle als auch feuchte wärmere Luft anzieht und über Deutschland vermischt. Die Folge: Regen.
Für Sachsen werden sogar Regenmengen von stellenweise mehr als 70 Litern pro Quadratmeter erwartet. Am schlimmsten trifft es aber Bayern im Tagesverlauf. Dort wird Starkregen von bis zu 100 Litern pro Quadratmeter erwartet.
Auch die Lage in den Hochwassergebieten in Niedersachsen dürfte sich in den kommenden Tagen weiter verschärfen.
Der Mai war trüb und viel zu nass
Der vermeintliche Wonnemonat Mai war in diesem Jahr so regnerisch und nass wie kaum einer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor mehr als 140 Jahren.
Auch für die kommenden Wochen sollte man sich nicht zu viel Hoffnung auf schönes Sommerwetter machen: Meteorologen sagen den schlechtesten Sommer seit 1816 voraus.
Nach vorläufigen Berechnungen des Deutschen Wetterdienstes fielen im Mai bundesweit im Schnitt 127 Liter Niederschlag pro Quadratmeter – und damit satte 178 Prozent mehr als im langjährigen Schnitt. Das machte diesen Monat zum zweitnassesten Mai, der in Deutschland jemals registriert wurde.
Außerdem war er auch noch außergewöhnlich trüb: Die Sonnenscheindauer lag mit 131 Stunden ein Drittel unter dem üblichen langjährigen Mai-Durchschnitt.
Weitere Informationen zum Wetter auf der Vorhersagekarte.
BM/seg/ap




