Im Prozess um die tödliche Prügelattacke auf Jonny K. sind am Montag vor dem Berliner Landgericht Sachverständige vernommen worden. Nach Angaben der Mediziner führten Hirnblutungen zum Tod des 20-Jährigen. Es sei aber nicht möglich, festzustellen, ob Faustschläge, Fußtritte oder der Sturz auf das Pflaster ursächlich seien, erklärte der Obduzent. Krankhafte Veränderungen des Gehirns wurden aus medizinischer Sicht ausgeschlossen.
Jonny K. war laut Anklage am Berliner Alexanderplatz mit Schlägen und Tritten so heftig angegriffen worden, dass er stürzte. Fünf Männer im Alter von 19 bis 24 Jahren sitzen wegen Körperverletzung mit Todesfolge beziehungsweise gefährlicher Körperverletzung auf der Anklagebank. Alle haben Schläge oder Tritte eingeräumt. Die Verantwortung für den Tod wiesen die Angeklagten aber zurück.
Onur U. Angriff provoziert haben
Der 19-jährige Onur U. soll den Angriff nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft provoziert haben. Nach der Tat hatte er sich in die Türkei abgesetzt und war erst im April nach Berlin zurückgekehrt.
Der Fall hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst. Nach Angaben der behandelnden Ärztin gab es keine Möglichkeit, Jonny K. zu helfen. Der Richter sprach von „einer schrecklichen Verkettung von Umständen“.
dpa/ap





