Im Juni wird weltweit der sogenannte Pride Month („Stolzer Monat“) gefeiert, mit dem Schwule, Lesben und Transsexuelle für Respekt, Toleranz und Gleichberechtigung eintreten. US-Präsident Barack Obama setzt sich an die Spitze der Bewegung: Er unterstützt den Pride Month und die Veranstaltungen rund um die Homosexuellen-Demonstration Christopher Street Day (CSD) in Berlin.

Am Mittwoch verlas US-Botschafter Philip D. Murphy im Berliner Friedrichstadt-Palast eine entsprechende Erklärung Obamas. „Unsere Reise ist nicht beendet, bis unsere homosexuellen Brüder und Schwestern vor dem Gesetz wie alle anderen auch behandelt werden – denn wenn wir alle gleich geschaffen sind, dann muss auch die Liebe zueinander gleich sein“, so Obama.

Weiter erklärte der Botschafter: „Obama ist davon überzeugt, dass eine Welt, in der jeder Mensch – einschließlich Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transsexuelle – frei von Gewalt und Diskriminierung nach seinen Träumen streben kann, eine bessere Welt ist.“

Rund 260 Veranstaltungen beim „Berlin Pride Festival“

Zum neunten Mal findet dieses Jahr in Berlin das offizielle Kulturfestival des CSD, das „Berlin Pride Festival“, statt. Bei rund 260 Veranstaltungen stehen homo- und transsexuelle Themen aus Kultur, Politik und Wissenschaft im Fokus. Am 14. Juni wird im Friedrichstadt-Palast eine CSD-Gala gefeiert, am Sonnabend, den 22. Juni, findet dann der CSD-Umzug statt. Dann gehen zum 35.Mal Zehntausende Menschen für die Rechte von Homosexuellen auf die Straße. In diesem Jahr ist die Diskussion in Berlin geprägt von einem Streit zwischen den CSD-Veranstaltern und der CDU. Jene haben CDU-Politikern verboten, an dem Umzug teilzunehmen, weil die Union homosexuellenfeindliche Positionen vertrete. Nun wird verhandelt, eine Lösung gibt es noch nicht.