US-Präsident Barack Obama könnte bei seinem Berlin-Besuch im Juni im Bundestag sprechen. Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) erklärte am Donnerstag in Berlin: „Wenn der amerikanische Präsident im Bundestag sprechen möchte, ist er willkommen.“ Bundestagspräsident Norbert Lammert sagte der „Bild“: „Mir liegen dazu weder eine Anfrage der Bundesregierung, der US-Botschaft noch einer Fraktion des Bundestags vor. Ich stehe einer solchen Anfrage aber aufgeschlossen gegenüber.“
Den ersten Anstoß zu einem Auftritt Obamas vor dem Bundestag hatte SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann gegeben.
Barack Obama besucht am 18. und 19. Juni erstmals als Regierungschef Berlin. Der US-Präsident wird nach seinem zweitägigen Besuch zum G-8-Gipfel reisen, der dieses Jahr in Nordirland stattfindet. Auf dem Programm des Arbeitsbesuchs stehen unter anderem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundespräsident Joachim Gauck. Merkel hatte Obama nach dessen Wiederwahl im November 2012 eingeladen, nach Deutschland zu kommen.
„Auf Barack Obama ruhen viele Hoffnungen“
"Wir freuen uns natürlich, dass er kommt", ließ auch der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) über seinen Regierungssprecher ausrichten. "Barack Obama ist eine charismatische Figur, auf der viele Hoffnungen, auch in Europa, ruhen."
Auch CDU-Landeschef Frank Henkel begrüßte am Freitag die Ankündigung von Obamas Berlin-Besuch. "Ich freue mich, dass Barack Obama die gute Tradition von US-Präsidenten wie John F. Kennedy und Ronald Reagan fortführt", sagte Henkel. "Obama unterstreicht mit seinem Besuch dieses Bekenntnis zu unserer Stadt und festigt das Band zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika."
dpa/BM/seg




