Nachdem drei Personen am Dienstagnachmittag einen Mann auf einem U-Bahnhof in Charlottenburg verprügelt hatten, flüchteten zwei mutmaßliche Schläger in einen U-Bahn-Tunnel.

Gegen 17 Uhr schlug und trat das Trio aus bislang ungeklärter Ursache auf dem U-Bahnhof Kurfürstendamm den 23-Jährigen ein. Während ein 18-jähriger Tatverdächtiger an der Meinecke- Ecke Lietzenburger Straße von alarmierten Polizisten gestellt wurde, flüchteten seine beiden Komplizen in den U-Bahnschacht der Linie 9 in Richtung U-Bahnhof Spichernstraße.

Mitarbeiter der BVG zogen die Notbremse des Zuges und ließen den Fahrstrom abschalten. Als ein 19-Jähriger wieder aus dem Tunnel zurückkehrte, wurde er ebenfalls festgenommen. Dem dritten Schläger gelang die Flucht.

Die Beamten haben Ermittlungsverfahren unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet.

Pfefferspray-Attacke in Kreuzberg

Zu einem weiteren Zwischenfall in der U-Bahn kam es am Dienstagmittag in Kreuzberg. Gegen 13.45 Uhr wurde eine 44-jährige Frau in einem Waggon der U-Bahnlinie 1 auf einen Mann aufmerksam, mit dem sie vor kurzer Zeit in Streit geraten war. Als sie diesen auf die Auseinandersetzung ansprach, nahm er bisherigen Ermittlungen zufolge ein Pfefferspray aus seiner Tasche und versprühte den Inhalt.

Während die Frau unverletzt blieb, klagte eine 39-jährige Frau über ein Brennen in den Augen und musste sich übergeben. Von einem Polizeibeamten wurde die Verletzte versorgt, so dass der Einsatz eines Rettungswagens nicht erforderlich war. Der Angreifer konnte flüchten.

Die Ermittlungen zu dem Vorfall und dem Tatverdächtigen dauern an.

BM