Die Bauarbeiten nach der Entgleisung eines Eurocity-Zuges am Berliner Hauptbahnhof am 13. Mai werden länger dauern als bisher angekündigt.
Ursprünglich sollten sie am Freitag beendet sein. Nunmehr werden sie nach Angaben der Deutschen Bahn bis zum 8. Juni 2013 dauern.
Damit bleibt es vorläufig auch bei den Einschränkungen auf zwei Regionalbahnlinien. Die Regionalbahn RB5 fährt im Nordabschnitt nur zwischen Berlin-Gesundbrunnen und Oranienburg, die Regionalbahn RB10 aus Nauen nur bis zum Bahnhof Charlottenburg.
Wiederaufnahme des Normalbetriebes noch ungewiss
Ob schon vor Ende der Bauarbeiten der Normalverkehr wieder aufgenommen werden kann, ist noch ungeklärt.
Die Entgleisung wurde offenbar durch die Fehlfunktion einer Weiche ausgelöst. Die Weiche stellte sich um, während der Reisezug, aus der Tiefebene des Bahnhofs kommend, in Richtung Gesundbrunnen darüberfuhr.
Die Lokomotive und die ersten beiden Wagen des Zuges, der zuvor aus Prag nach Berlin gefahren war, sprangen dadurch aus den Schienen und rutschten in das Gleisbett.
Nach dem Unfall untersucht das Eisenbahn-Bundesamt nun mögliche Fehler in den Betriebsabläufen der Bahn. Die Auswertung von Gesprächen mit dem Stellwerkspersonal wie auch des Zugfunks werde aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen, sagte ein Sprecher am Freitag.
Nach Ermittlungen des Bundesamtes war eine Weiche verstellt worden, als der Zug am Montagmorgen darüber rollte. Eine Lok und zwei Waggons entgleisten. Reisende waren nicht mehr an Bord.
Fest stehe, dass es an Fahrzeug sowie Gleisbett und Gleisen keine Mängel gegeben habe, sagte der Sprecher.
dpa/oje











