Ein Berliner, der einen 23-Jährigen am Alexanderplatz durch einen Schuss in den Hüftbereich schwer verletzt hat, hat sich auf Notwehr berufen. Der 28-Jährige erklärte am Dienstag vor dem Berliner Landgericht, der ihm unbekannte Passant habe sich „vor ihm aufgebaut“ und ihm Angst gemacht. Dem arbeitslosen Berliner wird versuchter Totschlag vorgeworfen. Der angeschossene 23-Jährige wurde durch eine Notoperation gerettet.

Angeklagter bestreitet Absicht

Der 28-Jährige schilderte, er sei am Morgen des 7. Oktober 2012 mit einem mitangeklagten Freund nach durchzechter Nacht auf dem Heimweg gewesen. Es sei zu einer Rempelei mit dem anderen Mann gekommen. Der Passant habe aggressiv gewirkt. „Ich wollte ihn weder schwer verletzen noch töten“, sagte der Angeklagte.

Der 40-jährige Mitangeklagte gab zu, seinem Freund die Tatwaffe in die Hand gedrückt zu haben. Der Mann wollte die Waffe angeblich loswerden, weil er Drogen konsumiert und eine Polizeikontrolle gefürchtet habe.

dpa/ap