An die vor acht Jahren erschossene Türkin Hatun Sürücü soll in Berlin jetzt eine Brücke erinnern. Der Kulturausschuss der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg habe einhellig einem CDU-Antrag zugestimmt, die geplante Brücke zwischen Tempelhofer Feld und Oberlandstraße nach der jungen Frau zu benennen, teilte der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) am Freitag mit.

Der LSVD und die Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes hatten dem Ausschuss über 250 Unterschriften überreicht, die in den vergangenen Wochen für das Anliegen gesammelt wurden. Hatun Sürücü war am 7. Februar 2005 wegen ihres modernen Lebensstils von ihrem Bruder erschossen worden. Die kurdischstämmige Frau wurde nur 23 Jahre alt. Die Ermordung der jungen Mutter in der Öffentlichkeit hatte eine gesellschaftliche Debatte über Zwangsverheiratung und sogenannte Ehrverbrechen ausgelöst.

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