Nach einem Raubüberfall auf eine Wechselstube sitzt seit Dienstag ein damaliger Angestellter in Berlin auf der Anklagebank. Der 24-Jährige verweigerte vor dem Berliner Landgericht die Aussage.

Bei dem Überfall im Juni 2010 an der Steglitzer Schloßstraße hatte ein mutmaßlicher Komplize Goldmünzen, einen Goldbarren und Geld im Gesamtwert von mehr als 130.000 Euro geraubt.

Der Angeklagte soll per Telefon das Startzeichen für den Komplizen gegeben haben. Danach soll er vorgetäuscht haben, selbst Opfer zu sein und wurde mit einem Kollegen in den Keller gesperrt.

Der Komplize wurde in der Nähe des Tatortes gestellt. Nach Zeugenaussagen des 25-Jährigen war der Angeklagte eingeweiht und unterstützte ihn. Als Drahtzieher nannte er einen bisher nicht ermittelten Mann, mit dem sich beide vor dem Überfall getroffen und abgesprochen hätten.

dpa/sei