Der Aufsichtsrat des Berliner Zoos ist am Mittwoch zu einer Sitzung zusammengekommen. Dabei wird möglicherweise auch über die Zukunft des umstrittenen Zoodirektors Bernhard Blaszkiewitz debattiert.

Eine Berliner Anwaltskanzlei hat Beschwerden von dutzenden Mitarbeitern über den Zoodirektor gesammelt, die bei der Sitzung vorgelegt werden sollen. Die Tageszeitung „B.Z.“ hatte am Mittwoch über eine mögliche Entlassung des umstrittenen Zoochefs wegen arbeitsrechtlicher Verfehlungen berichtet. Der Zoo äußerte sich bislang nicht dazu.

Immer wieder Negativ-Schlagzeilen

Blaszkiewitz hatte mit seinen Äußerungen wiederholt Negativ-Schlagzeilen ausgelöst. Anfang des Jahres war aus einer Mitarbeiterversammlung im Tierpark bekannt geworden, dass Blaszkiewitz in internen Schreiben weibliche Mitarbeiter mit dem Namenszusatz 0,1 gekennzeichnet hat.

Der Wert steht in der Tierzucht für "Weibchen". Zudem habe der streng gläubige Katholik verlauten lassen, dass "unchristlichen" Mitarbeitern eigentlich kein Weihnachtsgeld zustehe.

dpa/oje