Ungewöhnlicher Einsatz für Berliner Feuerwehr und Polizei. Sie waren am Dienstagvormittag im Einkaufszentrum Ring-Center an der Frankfurter Allee in Lichtenberg auf Spinnenjagd.

Gegen 10 Uhr war eine Verkäuferin in einem Blumengeschäft von einem exotischen Tier in die Hand gebissen worden. Sie wurde mit allergischen Reaktionen in ein Krankenhaus gebracht, sagte ein Feuerwehrsprecher. Symptome einer Vergiftung wurden nicht festgestellt.

Es könnte sich bei der Spinne um eine Tarantel handeln. Bestätigt ist dies aber noch nicht.

Spinne wurde tot gefunden

Die Blumenverkäuferin war gerade dabei, für einen Kunden eine Pflanze einzupacken, als die Riesenspinne zubiss. Das Geschäft wurde sofort geschlossen. Polizei und Feuerwehr suchten etwa eine Stunde nach dem Tier, wurden aber nicht fündig.

Experten wurden zu Hilfe gerufen. Möglicherweise rückten auch Schädlingsbekämpfer an.

Am Nachmittag wurde die Spinne dann nach Informationen der Berliner Morgenpost tot in dem Laden gefunden. Ihr Körper sei etwa so groß wie ein 50 Cent-Stück. Durch ihre Beine habe sie jedoch Handteller-Größe erreicht. Das Veterinäramt des Bezirks Lichtenberg veranlasste ein Untersuchung, um die Spinnenart zu bestimmen.

Die Tarantel kommt laut tierdoku.com in Teilen Südeuropas wie vor allem in Italien, aber auch in Frankreich und Spanien, vor. Dort besiedelt sie trockene Wiesen und Weiden, steinige Ödländer und Steinhalden.

Ein Biss der Spinne ist zwar giftig, für den Menschen aber normaler Weise nicht lebensgefährlich.

plet/sei