Die Berliner Polizei hat am Donnerstagabend 15 Objekte im Milieu der Rockergang Hells Angels durchsucht, darunter Wohnungen, Bordelle und Bars in Wedding und Wilmersdorf.
„Es gibt den begründeten Verdacht, dass sich in einem der Objekte Pistolen und Sturmgewehre befinden“, sagte ein Polizeisprecher. 300 Polizeibeamte, darunter 70 Spezialeinsatzkräfte (SEK), seien parallel im Wedding und anderen Stadtteilen im Einsatz.
In einer Bar im Wedding seien sieben Personen überprüft worden. Nach Angaben des Sprechers handelt es sich nicht um eine Razzia. „Es lag ein Durchsuchungsbeschluss der Staatsanwaltschaft vor.“ Ziel der Durchsuchungen sei das Auffinden und sicherstellen von Beweismitteln.
Haftbefehle gegen Beschuldigte liegen derzeit nicht vor. Sturmgewehre unterliegen dem Kriegswaffenkontrollgesetz.
Waffenfund auch vor zwei Wochen in Niederschöneweide
Erst vor zwei Wochen wurden in Treptow-Köpenick bei der Kontrolle von Rockern zahlreiche Waffen beschlagnahmt. Beamten war im Stadtteil Niederschöneweide eine Gruppe von Männern aufgefallen, die in einem Lokal an der Spreestraße Lederjacken mit den Insignien des Gremium MC trugen.
Die Kuttenträger und ihre Fahrzeuge wurden von den Polizisten kontrolliert, wobei eine Reihe von Hieb- und Stichwaffen entdeckt wurden. Daraufhin wurden Anzeigen wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz angefertigt, die weiteren Ermittlungen führt das Landeskriminalamt.
Kurz vor Mitternacht hatten Beamte nach Polizeiangaben etwa acht Gremium-Rocker in der Spreestraße angetroffen. Anschließend seien zahlreiche Männer in Rockerkluft mit Fahrzeugen oder zu Fuß eingetroffen, die alle dieselbe Gaststätte aufsuchten. Schon bei der ersten Inaugenscheinnahme der Autos hätten die Polizisten in den Innenräumen eine Reihe von dort abgelegten Hiebwaffen entdeckt.
dpa/pol/oje





