Mit einem Rücktritt ist der Pirat Alexander Morlang einem Abwahlantrag der Berliner SPD-Fraktion zuvorgekommen. Morlang gab am Dienstag bekannt, dass er nicht mehr dem Parlamentsausschuss „Digitale Verwaltung, Datenschutz und Informationsfreiheit“ vorsitzen will. Die inhaltliche Arbeit dürfe nicht durch „persönliche Animositäten“ gelähmt werden, so der 38-Jährige zur Begründung.
Bereits öfter ist Morlang im Parlament und beim Onlinedienst Twitter wegen Pöbeleien aufgefallen, er kommentierte etwa abfällig die Beiträge von SPD-Abgeordneten oder stritt laut mit Fraktionskollegen im Plenum.
Zuletzt gab es Ärger, weil er nach dem Tod der Rentnerin Rosemarie F., deren Wohnung zuvor zwangsgeräumt worden war, bei Twitter schrieb: „Sozialdemokratie ist tödlich. Danke, liebe Verräter!“
Am Dienstag wollte die SPD-Fraktion über einen Abwahlantrag beraten. Bei den Piraten soll zeitnah eine Entscheidung fallen, wer den Ausschussvorsitz übernimmt.
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