Der Hauptstadt-Einzelhandel profitiert zunehmend vom Tourismusboom und der steigenden Kaufkraft der Berliner.
Wie der Handelsverband Berlin-Brandenburg am Montag mitteilte, stamme inzwischen jeder vierte Euro, den Einzelhändler einnehmen, von Berlin-Besuchern. „Die Stimmung hat sich aufgehellt, es wird weiterhin ein leichtes Umsatzwachstum geben“, sagte Hauptgeschäftsführer Nils Busch-Petersen.
Der Berliner Einzelhandel wuchs 2012 wieder stärker als der Bundesdurchschnitt: Der Umsatz stieg um 4,1 Prozent auf 13,2 Milliarden Euro. Preisbereinigt bleibt ein Zuwachs von 2,1 Prozent. Bundesweit blieb bei einem nominellen Plus von 1,6 Prozent real ein Minus von 0,5 Prozent.
Schwieriger Absatz von Kleidung von Schuhen
Besonders bei Nahrungsmitteln, Getränken und Tabak ging es aufwärts, wetterbedingte Schwierigkeiten gab es bei Bekleidung und Schuhen. 87 Prozent der Händler erwarten, dass die Geschäfte gleich weiter laufen oder besser werden.
Zehn Prozent des Branchenumsatzes entfalle inzwischen auf den kräftig wachsenden Internethandel, sagte Busch-Petersen. Er forderte, das Ladenöffnungsgesetz mit zehn Verkaufssonntagen zu lockern, damit die stationären Händler mithalten. „Wir brauchen Waffengleichheit.“
Auch Brandenburg wuchs 2012 stärker als der Bund. Der Einzelhandelsumsatz stieg um 3,1 Prozent auf 7,2 Milliarden Euro. Preisbereinigt lag das Plus bei 1,3 Prozent.
dpa/alu



