Nun geht er endlich los, der Frühling! Allmählich steigen die Temperaturen, schon morgens spüren die Berliner: Das fühlt sich nicht mehr nach Winter an. In der zweiten Aprilhälfte soll es dann so weit sein, die Wetterdienste sagen übereinstimmend Temperaturen von 20 Grad voraus. „Wir gehen jetzt langsam auf Normalwerte für diese Jahreszeit zu,“ hieß es vom Deutschen Wetterdienst in Potsdam.
Vorerst müssen die Berlin noch einen grauen Himmel ertragen, für Donnerstag und Freitag ist Regen angekündigt, am Sonnabend sollen sogar Gewitter kommen. Ab Sonntag dürfte es dann bergauf gehen: Die Temperaturen steigen voraussichtlich von 15 Grad am Sonntag auf 20 Grad am Dienstag, dazu scheint weitgehend die Sonne. Nachts sinkt das Thermometer aber noch auf einstellige Temperaturen.
Spargelsaison-Beginn scheint gerettet
Dank Wetterverbesserung können die Spargelbauern nun voraussichtlich am 18. April endlich in die Saison starten. „Wir müssen nicht mehr darum zittern, zum Saisonstart am 18. April mit leeren Händen da zu stehen“, sagte der Geschäftsführer des Spargelhofs Jakobs, Jürgen Jakobs, in Beelitz. Sonst seien zu dieser Zeit täglich schon zwischen 500 und 800 Kilo verkauft worden, sagt er: „Da ist jetzt leider ein Totalverlust zu verbuchen.“ Er selbst habe – obwohl quasi an der Quelle sitzend – noch keinen neuen Spargel gegessen. Doch im Vertrauen auf die meteorologischen Vorhersagen rechnet Jakobs fest damit, dass zum Wochenende endlich Spargel gestochen werden kann. Jeder Sonnenstrahl erwärme die Erde und bringe die Pflanzen zum Austreiben. „Hält sich das warme Wetter, ist ab Ende April kein Halten mehr.“
Im Vorjahr wuchs nach Angaben des Landesamtes für Statistik Spargel auf insgesamt 3500 Hektar. Im Durchschnitt wurden in Brandenburg rund 5,3 Tonnen pro Hektar – so viel wie 2011 – gestochen. Allein auf den Feldern Beelitzer Spargelbauern wurden etwa 7000 bis 8000 Tonnen geerntet. Traditionsgemäß endet die Spargelernte am 24. Juni, dem Johannistag.
dpa/sh




