Die lange Frostperiode führt offenbar nicht nur dazu, dass die Natur verspätet in den Frühling startet. Auch die 650 Haftplätze in der neuen Justizvollzugsanstalt Heidering im brandenburgischen Großbeeren können noch nicht wie geplant bezogen werden. Das teilte Justizsenator Thomas Heilmann (CDU) am Dienstagnachmittag mit.
Die neue JVA, die als modernste Deutschlands gilt, wurde bereits Ende März feierlich eröffnet. Nur die Insassen fehlten noch. Sie sollten eigentlich ab Ende April das 155.000 Quadratmeter große Gelände beziehen, das mit einem Zaun und nicht mit einer Mauer umgeben ist, wie sonst bei Gefängnissen üblich.
Doch wegen der anhaltenden Minustemperaturen seien einige Arbeiten an der Außenanlage nicht wie geplant fertig geworden, so die Justizverwaltung. Der Umzug der ersten Inhaftierten aus anderen Berliner Justizvollzugsanstalten verzögere sich deshalb um etwa vier Wochen.
„Nur wenn auch die gesetzlich vorgeschriebene Freistunde sicher durchgeführt werden kann, ist die Belegung mit Inhaftierten aus vollzuglicher Sicht zu verantworten“, sagte Heilmann. Solange zum Beispiel die Fahrwege nicht komplett fertig gestellt seien, bestehe außerdem ein gewisses Sicherheitsrisiko. „Das wollen wir natürlich vermeiden“, so Heilmann.
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